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Das Ende der Alchemie?
Diskussion über die Vorhersagbarkeit von Legierungs-zusammensetzungen
Nicht nach dem Stein der Weisen, sondern nach Vorhersagemodellen für die komplexen Vorgänge in Elektrolyten für multinäre Abscheidungen suchten Experten in einer Fachdiskussion an der TU Chemnitz, wozu u. a. die Professoren Plieth und Paatsch zählen. Durch eine neuartige Herangehensweise, basierend auf dem statistischen Nukleationsmodell von Waldfried Plieth, soll in naher Zukunft eine effizientere Methode zur Entwicklung von Elektrolyten für mehrkomponentige Legierungssysteme zur Verfügung stehen, die mit einem Bruchteil der sonst üblichen Experimente nach dem Trial-Error-Prinzip auskommt. Die Methode wird anschließend in das im Projekt „AnSim“ entwickelte Kennfeldmodell von Günter Mollath implementiert. „Dies wäre ein weiterer, wichtiger Schritt für eine praxisnahe Vorhersage von Legierungszusammensetzungen, von denen auch die Fachfirmen profitieren“, schätzt Professor Lampke, Schirmherr des Treffens, ein. Die personelle und apparative Ausstattung an der Professur für Oberflächentechnik/Funktionswerkstoffe der TU Chemnitz gestattet es, solche Ansätze experimentell und mathematisch zu erforschen. Wir dürfen also gespannt sein…
