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12.09.2017 Kategorie: ZVO U-Ticker

Kesseböhmer: Europaparlamentarier zu Gast

Begleitet von einer Abordnung der lokalen Politik besuchten Europaparlamentarier Jens Gieseke (CDU) und Tiemo Wölken (SPD) am 24. August die Kesseböhmer GmbH & Co KG am Standort in Bad Essen.


Kesseböhmer zeigt „state of the art“ in Sachen Umwelt- und Arbeitsschutz. (Bild: Kesseböhmer)

Bei der Werksführung, die von Inhaber und Geschäftsführer Oliver Kesseböhmer persönlich eröffnet wurde, zeigten sich die Politiker tief beeindruckt von dem Unternehmen und seinen Aktivitäten. Staunend wurde die aktuelle 22.000 Quadratmeter große Baustelle einer modernen Presswerkshalle betrachtet. Die Auslegung auf eine durchgängig sortenreine Behandlung der Grundmaterialen fand allgemeine Anerkennung. Bei der anschließenden Begehung der Fertigungsstätten fiel allen Teilnehmern die außerordentliche Sauberkeit auf – sowohl in den mechanischen als auch in den chemischen Bereichen.

Im anschließenden Gespräch erfuhren die beiden Europapolitiker weitere Details über das Wirken von Kesseböhmer. Das Unternehmen spielt als Arbeitgeber für mehr als 1.000 Mitarbeiter am Standort und mehr als 2.500 Mitarbeiter insgesamt eine gewichtige Rolle in der regionalen Wirtschaft. Nicht zuletzt die rund 170 Auszubildenden sind ein deutliches Zeichen für seine positive Entwicklung. Auch die konsequente Ausrichtung auf erneuerbare und ressourcenschonende Energieerzeugung empfanden die Politiker als beispielhaft. So generiert Kesseböhmer einen großen Teil seines Energiebedarfs durch hauseigene Verbrennung eigener Holzabfälle. Es existiert ein lokaler Energieverbund von Industrieunternehmen.

Obwohl das Unternehmen gültige Grenzwerte unterschreitet, nehmen Belastungen durch Reglementierung zu

Doch nicht nur Positives gab es zu vermelden. Trotz der Tatsache, dass Kesseböhmer den europaweiten Vergleich in Sachen Umwelt- und Arbeitsschutz nicht zu scheuen braucht, nehmen die Belastungen durch bürokratische und schwer nachzuvollziehende Reglementierungsmaßnahmen zu.

Obwohl das Unternehmen nach Überzeugung aller Anwesenden „state of the art“ ist, stellen die nationalen und europäischen Regulierungen die Errungenschaften in Frage. Immer wieder muss Kesseböhmer deutlich machen, dass gültige Grenzwerte im Arbeitsschutz und Umweltschutz um mindestens eine Größenordnung unterschritten werden – und stößt dabei oft auf fachliche Unkenntnis, so dass diese Errungenschaften nicht in der gebotenen Form Berücksichtigung finden.

Jüngstes, aber dominantes Beispiel ist die europäische Verordnung REACH, deren derzeitige Umsetzung offenbar nicht an wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Notwendigkeiten wie Produktzyklen und Investitionszeiträumen orientiert ist. „Viele Vorgaben oder Festlegungen erschienen willkürlich“, führt Oliver Kesseböhmer aus, „nicht zuletzt die Zulassungszeiträume; es gibt für sie bis heute keine nachvollziehbare Begründung.“ Unterstützung bekam er dabei von Mathias Enseling (VECCO) und Dr. Malte Zimmer (ZVO, CETS), die illustrierten, mit welchen Hürden die Unternehmen konfrontiert werden. Der Sinn vieler dieser Anforderungen lasse sich nur schwer ergründen.

Politiker entsetzt über Bürokratismus

Die Politiker reagierten teilweise entsetzt auf den kaum nachvollziehbaren Bürokratismus, der in der derzeitigen Ausprägung nur negativ auf die Standorte Deutschland und Europa wirken kann. Dabei sei es das erklärte Ziel Europas, eben diesen Bürokratismus entschieden zu verringern: „Es kann nicht sein, dass das fehlende fachliche Verständnis der Verwaltung zur Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit von Vorzeigeunternehmen führt.“ Darin waren sich die Politiker bemerkenswert einig.

Sowohl Gieseke als auch Wölken sagten zu, diese Thematik zu einem ihrer Schwerpunkte zu machen und die realen Wirkungen von und Maßnahmen nach REACH kritisch zu verfolgen. Den Anfang sollen gemeinsame Anfragen machen, um einige unverständliche Regelungen zu hinterfragen. Sie möchten weiterhin informiert bleiben über mögliche Auswüchse der Verwaltung und der Bürokratie. ZVO und VECCO sagten gern eine regelmäßige Zusammenarbeit zu.

Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen kein Wahlkampfthema

Oliver Kesseböhmer machte deutlich, dass er diese gemeinsame Vorgehensweise der Fraktionen begrüßt. „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ist keine Fraktionsfrage und kein Wahlkampfthema – sie sichert unser aller Zukunft in Deutschland. Bürokratie oder Bürokratismus dürfen nicht zur Gefahr werden! Das ist eine parteiunabhängige Aufgabe!“


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