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Holzapfel Group: KTL-beschichtete Bauteile mit Laser entlacken

Das Entlacken KTL-beschichteter Bauteile lässt sich mit lasertechnischer Bearbeitung selektiv steuern und schonend lösen – etwa bei stromleitenden Stellen für E-Mobilität.

Lasertechnik entfernt KTL-Schichten gezielt und schonend.

Es gibt Anwendungen, bei denen KTL-beschichtete Bauteile einen beschichtungsfreien (lackfreien) Bereich benötigen. Das kann etwa der Fall sein, wenn der Grundwerkstoff elektrisch leitfähig sein muss, zum Beispiel bei Aufstecklaschen für Kabel oder Kontaktflächen an Riemenscheiben. Auch für Verschraubungen, an denen etwa ein Setzverhalten vermieden werden soll, sind beschichtungsfreie Stellen gefordert.

Mit Laser schonend und konturtreu Lack abtragen

Die Holzapfel Group kann organische Schichten wie KTL mittels eines neuen lasertechnischen Verfahrens flächig, aber auch selektiv entfernen. KTL-beschichtete Bauteile können beschriftet, mit einem Logo oder einer Kennzeichnung bzw. Markierung versehen werden, indem die KTL-Schicht schonend mit dem Laser abgetragen wird. Der Laserstrahl entfernt konturtreu und wiederholgenau die Deckschicht, ohne den darunterliegenden Grundwerkstoff zu beeinträchtigen. So können einzelne Lagen entfernt werden oder auch alle Schichten bis zum Substrat.

Bisherige Methoden zum Schaffen lackfreier Bereiche unsicher

„Bisher werden die Bauteile meistens vor der KTL-Beschichtung mit Methoden wie Abkleben oder Abstopfen maskiert, um lackfreie Bereiche zu schaffen“, erklärt Christian Knibbiche, Verkaufsmanager bei der Holzapfel Group. „Neben dem Umstand, dass dies einen erheblichen Aufwand im Handling verursacht, sind solche Methoden auch mit hohen Fehler- und Ausschussquoten behaftet. Entsprechend oft muss aufwendig nachgearbeitet werden, wenn der KTL-Lack zum Beispiel die Abklebung unterwandert oder die Abdeckung sich im Beschichtungsprozess löst.“ Zudem weisen abgedeckte Bereiche häufig unsaubere Konturen auf, da der KTL-Lack sich an den Rändern der Maskierung dicker absetzt oder diese unterwandert.

Die nach der KTL-Beschichtung vorgenommene Laserbearbeitung hingegen schafft saubere, gratfreie Konturen an vorher definierten Bereichen. Gleichzeitig entfällt der Aufwand des Abdeckens oder Abstopfens, und es ist keine Nacharbeit nötig.

Verfahren auch bei komplexen Geometrien anwendbar

Der Laser ermöglicht das prozesssichere Entfernen der KTL-Deckschicht selbst bei komplexen Bauteilen, bei Vertiefungen oder in Innenbereichen, die für ein Abdecken oft unzugänglich sind. Unebene, zum Beispiel wellenförmige oder strukturierte Flächen können ebenfalls mittels Laserbearbeitung schonend von der KTL-Schicht befreit werden. Wichtig ist, dass die zu bearbeitenden Bereiche einen direkten Lichteinfall ermöglichen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können die Laserbewegungen frei programmiert werden und arbeiten exakt wiederholgenau.

Vielfältige Anwendungen

Durch das saubere Entfernen der Beschichtung entstehen klare, glatte Konturen. Das vielseitige und flexible Abtragungsverfahren ermöglicht eine hohe Bandbreite an filigranen Formen, Beschriftungen und Kennzeichnungen wie Logos, Barcodes, Artikelnummern ...., die direkt mittels CAD-Daten definiert werden. Interessant ist die lasertechnische Bearbeitung auch im Hinblick auf die Elektromobilität, für die häufig lackfreie, stromleitende Bereiche gefordert sind.

Beim Entschichten mittels Laser wird die KTL-Deckschicht verdampft (sublimiert). Der Laser arbeitet berührungslos, verschleißfrei sowie materialschonend und ohne das Bauteil thermisch zu belasten.

Diese Meldung ist eine Unternehmenspresseinformation. Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. ist nicht verantwortlich für Inhalt und Aussagen dieser Meldung und übernimmt für deren Richtigkeit keine Gewähr. Sollten Sie zu dieser Unternehmenspresseinformation Nachfragen haben, richten Sie diese bitte direkt an das publizierende Unternehmen.