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POLIGRAT: Regelinsolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht München hat zum 1. September 2018 das Regelinsolvenzverfahren für die POLIGRAT GmbH eröffnet und den bisherigen Sachwalter Dr. Max Liebig von der Kanzlei JAFFÉ zum Insolvenzverwalter bestellt. Das Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche.

Die POLIGRAT-Zentrale in München

Der M&A Prozess für POLIGRAT, weltweit tätiges und technologisch führendes Unternehmen in der Veredelung von Metalloberflächen, wird nun gestartet. Die im Antragsverfahren bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen erste Erfolge, so dass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann. 

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit potenziellen Interessenten zügig eine dauerhafte Fortführungslösung für POLIGRAT zu verhandeln. „Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten POLIGRAT weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können“, so der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der Mitarbeiterversammlung. 

Am Hauptstandort München und per Video-Live-Übertragung an die übrigen drei deutschen Standorte hatte er die Mitarbeiter über die Eröffnung des Verfahrens und die weiteren Schritte informiert. Von Mitarbeiterseite gab es ein positives Echo und ein klares Signal zur Unterstützung des Investoren- und Sanierungsprozesses. 

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die POLIGRAT GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste. 

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine erfolgreiche Sanierung entschied das Amtsgericht München mit Beschluss vom 1. September 2018 einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete. 

„POLIGRAT ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen“, erläutert Dr. Max Liebig.

Diese Meldung ist eine Unternehmenspresseinformation. Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. ist nicht verantwortlich für Inhalt und Aussagen dieser Meldung und übernimmt für deren Richtigkeit keine Gewähr. Sollten Sie zu dieser Unternehmenspresseinformation Nachfragen haben, richten Sie diese bitte direkt an das publizierende Unternehmen.