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ZINQ: Seminar zum Stückverzinken bei Stahlbrücken

Über ihre belgische Tochter hat Voigt & Schweitzer ein Brückenbauseminar durchgeführt. Warum das Feuerverzinken noch nicht flächendeckend im Brückenbau angekommen ist, wurde dabei unter anderem diskutiert.

Feuerverzinkte Fußgängerbrücke in Breux, Nordfrankreich (Bild: ZinQ)

Feuerverzinkte Brücke (Bild: ZinQ)

Geländer, Balkone, Vordächer, alle Arten von Stadtmöblierung, aber auch Leitplanken, Lichtmasten und Schilderbrücken sind nur einige prominente Beispiele, wo die Stückverzinkung als Standardoberfläche auf Stahl für eine maximale Lebensdauer sorgt. Brücken sind für diese Art des Korrosionsschutzes ebenfalls geeignet, aber große feuerverzinkte Konstruktionen im Brückenbau sind bisher selten. „Die Feuerverzinkung kommt häufiger bei kleinen Fahrrad- und Fußgängerbrücken zum Einsatz, aber gerade bei den größeren Bauwerken wird wenig in den dauerhaften Korrosionsschutz investiert – mit erheblichen Folgen und Kosten für die spätere Instandsetzung", sagt Dominique Lambert, Business Development Manager von ZINQ Galva Power.

Feuerverzinkung garantiert eine sehr lange und oft wartungsfreie Lebensdauer

Unverständlich, da die Feuerverzinkung eine extrem lange Lebensdauer garantiert und wenig oder keine Wartung erfordert. Grund genug, Mitte November zu einem Seminar über das Stückverzinken bei Stahlbrücken einzuladen – nicht zuletzt auch, um bestehende Vorurteile auszuräumen und die vielfältigen Möglichkeiten des innovativen Korrosionsschutzes durch ZINQ aufzuzeigen. 

Im Veranstaltungssaal Hof Van Beatrijs in Lier (bei Antwerpen) wechselten sich an diesem Tag spannende Fachvorträge mit konstruktivem Austausch zwischen den zahlreichen Teilnehmern ab. Barbara Rossi von der KU Leuven referierte über die Lebenszyklus-Kosten und die Wirtschaftlichkeit stückverzinkter Stahl- und Verbundbrücken. Des Weiteren beleuchtete Dr. Thomas Pinger von der ZINQ® Technologie das Thema Korrosionsschutz. Gemeinsam mit Dr. Dennis Rademacher (ArcelorMittal Europe), Stahlbauexperte und Folgeredner des Seminars, war Dr. Pinger Teil des Autorenteams zur Entwurfshilfe „Einsatz von feuerverzinkten Bauteilen im Stahl- und Verbundbrückenbau“. Das Schlusswort hielt Guus Schmittmann von Zinkinfo Benelux.

Ein Veranstaltungspunkt war auch der Besuch der Lierbrücke, die über den Nete-Kanal führt. So konnten sich die Teilnehmer überzeugen, dass die Verbundträger-Brücke selbst nach über 24 Jahren, damals mit duroZINQ® von ZINQ Galva Power veredelt, keine Anzeichen von Korrosion oder Verfall aufweist.

Bleibt die Frage: Wenn die Feuerverzinkung augenscheinlich so vorteilhaft ist, warum wird sie beim Bau großer Brücken so wenig angewandt? Dafür gibt es mehrere Gründe, erklärt Jean-Louis Goderniaux, Vertriebsleiter bei ZINQ Galva Power: „In Belgien tendieren die meisten Regierungen dazu, Beton zu verwenden, und wenn Stahlbrücken gebaut werden, schreiben sie normalerweise Schutzbeschichtungssysteme vor. Es gibt jedoch kein Beschichtungssystem, das hinsichtlich der garantierten Lebensdauer der Feuerverzinkung nahekommt. Gewöhnlich müssen beschichtete Brücken nach zehn oder fünfzehn Jahren erneuert werden, und das kostet eine Menge Geld.

Verantwortliche von den Vorteilen für Korrosionsschutz und Konstruktion überzeugen

Leider ist es eine langfristige Anstrengung, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass Feuerverzinken eine wirtschaftliche Alternative ist. Ein dritter Stolperstein ist, dass der Einsatz von Stahlbrücken, die feuerverzinkt werden sollen, eine andere Art des Denkens und Konstruierens erfordert. Es gibt eine Entwicklung in Richtung der Verwendung von sehr großen Komponenten, die integral platziert werden können. Bei der Feuerverzinkung werden kleinere Elemente verwendet, die perfekt miteinander verbunden werden können, ohne die strukturelle Festigkeit und den Korrosionsschutz zu beeinträchtigen. Aber diese Art der modularen Fertigung und Montage setzt konstruktives Know-how voraus, welches wir gern mit unseren Kunden aus dem Bereich Stahlbrückenbau teilen.“

Diese Meldung ist eine Unternehmenspresseinformation. Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. ist nicht verantwortlich für Inhalt und Aussagen dieser Meldung und übernimmt für deren Richtigkeit keine Gewähr. Sollten Sie zu dieser Unternehmenspresseinformation Nachfragen haben, richten Sie diese bitte direkt an das publizierende Unternehmen.