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MEWA: Berufsbekleidung steuerlich anerkannt!

Unternehmer können die Kosten für Anschaffung und Pflege von Schutz-, Arbeits- oder Berufsbekleidung für ihr Personal steuerlich absetzen, informiert die MEWA Textil-Service AG & Co. Management OHG.

Typische Berufsbekleidung ist für die Arbeitnehmer steuerfrei: Dabei spielt es keine Rolle, ob die textile Ausstattung an die Beschäftigten nur ausgeliehen wird oder ob sie in deren Eigentum übergeht. (Fotos: MEWA)

Typische Berufsbekleidung ist für die Arbeitnehmer steuerfrei

In vielen Betrieben tragen Arbeitnehmer eine zur Tätigkeit passende Berufsbekleidung. Mit Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Schutzkleidung, für die der Arbeitgeber immer aufkommen muss, regeln Tarifverträge oder individuelle Vereinbarungen, ob Chef oder Beschäftigte die Kosten für Anschaffung und Pflege der Kleidungsstücke übernehmen. Horst Hübler, bei Textildienstleister MEWA Ansprechpartner für Berufsverbände und Standesvertretungen, erläutert wie es dabei mit der steuerlichen Absetzbarkeit aussieht.

Nimmt ein Unternehmer, die Anschaffung der Schutzkleidung sowie Arbeits- oder Berufsbekleidung für sein Personal selbst in die Hand, gewinnt er doppelt. Einerseits kann er sicherstellen, dass seine Mitarbeiter mit einem professionellen und zum Unternehmen passenden Outfit ausgestattet sind. Andererseits kann er die Ausgaben für die Anschaffung sowie für die kontinuierliche Pflege und Instandhaltung als Betriebsausgaben steuermindernd geltend machen. Das Gleiche gilt, wenn er diese Aufgaben teilweise oder ganz einem Textildienstleister überlässt.

Nicht jedes Kleidungsstück wird vom Fiskus anerkannt

Entscheidende Voraussetzung: Es muss sich um klassische Berufsbekleidung handeln. Das sind für das Finanzamt Kleidungsstücke, die die Berufsbezogenheit der Kleidung äußerlich sichtbar zum Ausdruck kommen lassen. Dazu zählen beispielsweise die besonders strapazierfähige Hose für Handwerker[1].
Typische Berufsbekleidung ist für die Arbeitnehmer steuerfrei

Für die Arbeitnehmer stellt die Überlassung der vom Fiskus anerkannten Kleidungsstücke keinen geldwerten Vorteil dar und muss daher nicht versteuert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die textile Ausstattung an die Beschäftigten nur ausgeliehen wird oder ob sie in deren Eigentum übergeht.  Sofern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Pflege der steuerlich anerkannten Berufskleidung selbst übernehmen, können sie die laufenden Kosten dafür – genauso wie anderenfalls der Arbeitgeber – steuerlich absetzen.

Bei vollständiger Kostenübernahme umsatzsteuerlich nicht relevant

Entscheidet sich ein Arbeitgeber dafür, die steuerlich anerkannte Berufsbekleidung für seinen Betrieb zu mieten, hat das keinen Einfluss auf die Umsatzsteuer. Voraussetzung: Die Kleidungsstücke werden den Beschäftigten unentgeltlich überlassen. Behält der Chef jedoch vom Lohn seiner Arbeitnehmer jeweils einen bestimmten Betrag als „Kleidergeld“ ein, um seine Leasing-Ausgaben ganz oder teilweise zu decken, stellt dieser Betrag beim Arbeitgeber eine umsatzsteuerpflichtige Einnahme dar.


[1] Wir empfehlen in Zweifelsfällen, sich mit ihrem Steuerberater oder Finanzamt abzustimmen.