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06.07.2017 Kategorie: ZVO U-Ticker

LKS Kronenberger: Politischer Besuch bei ZVO-Vorstandsmitglied Thomas Kronenberger

FDP-Bundestagskandidatin und -Fraktionsvorsitzender waren im Rahmen der ZVO-Aktivitäten im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl zu Gast bei LKS Kronenberger GmbH. Die Kostenspirale des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sowie die Problematik der EU-Chemiepolitik waren Hauptthemen.


Foto: Kronenberger. Die FDP-Bundestagskandidatin Milena Scinardo und ZVO-Vorstandsmitglied Thomas Kronenberger bei der LKS Kronenberger GmbH in Seligenstadt.

FDP-Bundestagskandidatin Milena Scinardo und ZVO-Vorstandsmitglied Thomas Kronenberger bei LKS Kronenberger.

ZVO-Vorstandsmitglied Thomas Kronenberger und Paul Kronenberger, beide Geschäftsführer der LKS Kronenberger GmbH, haben am 29. Juni 2017 zwei FDP-Politiker zu einem Betriebsbesuch im gleichnamigen Familienunternehmen in Seligenstadt begrüßt. Bei dem Besuch, der im Rahmen der ZVO-Aktivitäten im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl stattfand, wurden die wichtigsten Themen der Galvanotechnik besprochen: die Kostenspirale des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sowie die Problematik der EU-Chemiepolitik (insbesondere die Zulassungspflicht unter REACH) waren die Hauptthemen. Die FDP-Bundestagskandidatin Milena Scinardo und Manfred Willand, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament in Babenhausen informierten sich über die Herausforderungen der Branche am Beispiel des mittelständischen Metallveredlungswerkes.

Für den Mittelstand kämpfen

Zunächst erläuterten die beiden Geschäftsführer Milena Scinardo, FDP-Bundestagskandidatin für den Odenwald, die Arbeit des ZVO und stellten insbesondere die Unterstützung des Verbands für mittelständische Unternehmen heraus. Häufig wurde der Mittelstand von der Politik gepriesen, in den letzten Jahren jedoch bei der Gesetzgestaltung vielfach vernachlässigt. Die Politikerin zeigte großes Interesse an den Problemen der mittelständischen Betriebe. Sie beabsichtigt, diesen „stillen Helden“ eine politische Stimme zu verleihen und für Entlastungen zu kämpfen.

Hohe Energiepreise bedrohen die deutsche Industrie

Als wichtigstes nationales Thema standen „Energiepreise“ auf der Tagesordnung. Die ständige Erhöhung bedroht kleine und mittelständische (stromintensive) Unternehmen in Deutschland – nicht nur in der Oberflächentechnik. Der ZVO drängt darauf, dass sich hier nach der Bundestagswahl etwas ändern muss. Der europäische Wettbewerb hat in der Energie schon heute einen großen Vorteil gegenüber den deutschen Betrieben und die Preise in Deutschland steigen weiter! Das EEG in seiner jetzigen Form stellt dabei vor allem kleine und mittelständische Unternehmen schlechter, weil diese kaum eine Chance haben, sich für die besondere Ausnahmeregelung (BesAR) zu qualifizieren. Die Hessische FDP sichert dem ZVO hier Unterstützung zu. Sie fordert schon länger ein Umdenken im Bund, hin zu einer „vernünftigen Energiepolitik“. Die Liberalen stehen für weniger Plan- und mehr Marktwirtschaft.

Unterstützung auch bei EU-Chemikalienpolitik

Auch auf europäischer Ebene konnte der ZVO mit Scinardo eine Mitstreiterin gewinnen. Die Regulierung zahlreicher Stoffe (bspw. Chromtrioxid) durch das EU-Chemikaliengesetz REACH stellt eine große Herausforderung für Oberflächenbetriebe in ganz Europa dar. Die Gebrüder Kronenberger konnten der Bundestagskandidatin die zahlreichen Herausforderungen aufzeigen, die durch die benötigten Zulassungen entstehen, die ab September 2017 für Betriebe der Galvanotechnik zur Nutzung des wichtigen Stoffs Chromtrioxid erforderlich werden. Diesen Unmut verbunden mit der Sorge des ZVO über die intransparenten Prozesse in den EU-Umweltbehörden (alles läuft über eine Agentur in Helsinki!) konnte die FDP-Politikerin gut nachvollziehen. Scinardo will sich daher aktiv für einen Bürokratieabbau für Unternehmen einsetzen und versprach Hilfe, um den bürokratischen Auswüchsen auf deutscher und europäischer Ebene Einhalt zu gebieten.