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10.08.2017 Kategorie: ZVO U-Ticker

MVA Ansorge: CDU-Bundestagsabgeordneter zu Besuch in Landau

Im Mittelpunkt des Austauschs standen der Kostendruck durch die EEG-Umlage, die Folgen von REACH sowie die Notwendigkeit eines Bürokratieabbaus.


CDU-Bundestagabgeordneter Dr. Gebhart (r.) und Ralf Ansorge, Geschäftsführung (Bild: MVA)

CDU-Bundestagabgeordneter Dr. Gebhart (r.) und Ralf Ansorge, Geschäftsführung (Bild: MVA)

Thomas Gebhart, seit 2009 MdB für den Wahlkreis Südpfalz, besuchte am 31. Juli 2017 die MVA Metallveredlung Helmut Ansorge in Landau in der Pfalz. Dr. Gebhart folgte hiermit kurzfristig einer Einladung der Geschäftsführung. Schwerpunktthemen des Besuchs waren der Kostendruck durch die EEG-Umlage sowie die weitreichenden Folgen der europäischen Umweltgesetzgebung REACH für die Branche.

Ihm war das Unternehmen aus einem früheren Besuch bekannt, so dass ein direkter Einstieg in die Themen möglich war. Anhand einer Präsentation stellte die Geschäftsführung in Person von Bettina Murton und Ralf Ansorge die KMU-geprägte Branche der Galvanotechnik insgesamt vor, inklusive ihrer Bedeutung für die Dinge des täglichen Lebens, wie auch als unverzichtbarer Bestandteil des Industriestandorts Deutschland. Verdeutlicht wurde die Rolle des ZVO als zentraler Ansprechpartner, insbesondere für Politik und Behörden.

Die erheblichen Belastungen des Mittelstands durch Umlagen und Zuschläge auf die Strompreise waren Dr. Gebhart gegenwärtig, es wurden bereits Klagen aus verschiedenen Industriezweigen wahrgenommen. Umfassende Korrekturen seien in der aktuellen politischen Konstellation nur schwer durchsetzbar. 

REACH bewirkt Verlagerung von Investitionen außerhalb der EU-Grenzen

Zu REACH zeigte Ralf Ansorge auf, welchen Einfluss die europäische Chemikaliengesetzgebung mittlerweile auf die Investitionsplanung der ANSORGE-Gruppe hat. Der Schwerpunkt der geplanten Investitionen liegt mittlerweile außerhalb der EU-Grenzen, da dort die nötige langfristige Planungssicherheit gegeben ist. REACH verdränge beherrschte und sichere Produktionen unter Anwendung gewisser Gefahrstoffe außerhalb der EU-Grenzen mit Verlust von Arbeitsplätzen und Technologie. Die Folgen für die dortige Umwelt und Bewohner seien fragwürdig. 

Letztes Thema war die allgegenwärtige und wachsende Bürokratie. Eine neue Gesetzgebung bringt für Unternehmer selten eine Erleichterung. Die ständig steigende Bürokratie bindet wertvolle Ressourcen im Unternehmen: Ohne zahlreiche und teure Consultants ist ein Unternehmen kaum noch zu verwalten.

Beispielhaft wurde die Novelle des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) angeführt, die prall gefüllt ist mit Stolpersteinen, Behinderungen und Sanktionierungen für den Unternehmer. 

Dr. Gebhart zeigte Verständnis für die vorgebrachten Anliegen. Es sei ihm ein persönliches Anliegen, sich für Bürokratieabbau und bezahlbare Energie für die Unternehmen einzusetzen. In Bezug auf REACH sieht er die REFIT-Evaluierung als Chance für KMU-freundlichere Korrekturen. 

Zur Verabschiedung äußerten die Beteiligten einstimmig die Hoffnung auf einen günstigen Ausgang der kommenden Bundestagswahl. Es möge sich eine Konstellation ergeben, die notwendige und konsequente Korrekturen ermöglicht.

Diese Meldung ist eine Unternehmenspresseinformation. Der Zentralverband Oberflächentechnik e. V. ist nicht verantwortlich für Inhalt und Aussagen dieser Meldung und übernimmt für deren Richtigkeit keine Gewähr. Sollten Sie zu dieser Unternehmenspresseinformation Nachfragen haben, richten Sie diese bitte direkt an das publizierende Unternehmen.