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08.09.2017 Kategorie: ZVO, Alle Verbände

REACH: ZVO diskutiert auf internationaler Ebene

Chemical Watch hat Anfang Juli über eine Abhandlung des EEB berichtet, die den angeblich zu „weichen“ Umgang der ECHA mit REACH-Beschränkungen kritisiert. Der ZVO hat darauf mit einem Leserbrief reagiert und bei Chemical Watch eine öffentliche Diskussion des Themas entfacht.


Das internationale Online-Nachrichten-Portal Chemical Watch hat Anfang Juli über eine Abhandlung des European Environmental Bureau (EEB) berichtet, die den angeblich zu „weichen“ Umgang der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) mit REACH-Beschränkungen kritisiert. Der ZVO hat darauf mit einem Leserbrief reagiert und bei Chemical Watch eine öffentliche Diskussion des Themas entfacht.

Chemical Watch ist eine Plattform des Online-Publishers CW Research Ltd. und befasst sich mit den Risiken und Regulierungen im Umgang mit Chemikalien. Dieses Portal ist für die Entscheidungsträger und Bearbeiter in der EU-Administration die wesentliche Informationsquelle zu dieser Thematik. Dort ist ein Beitrag über den EEB-Bericht „Restricted Success – EEB’s appraisal of restriction under REACH“ vom Juni 2017 erschienen. In dem Bericht übt das EEB harte Kritik an der Handhabung von Beschränkungsvorschlägen aus den europäischen Mitgliedsstaaten durch die ECHA.

Das EEB ist nach eigenen Worten Europas größtes Netzwerk von Umweltbürgerinitiativen. Es umfasst angeblich mehr als 140 zivile Organisationen aus 30 europäischen Ländern und setzt sich für nachhaltige Entwicklung, Umweltgerechtigkeit und mitbestimmte Demokratie ein. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Europas drängendste Umweltprobleme durch Schwerpunktsetzung und Monitoring, wie die EU mit diesen Themen umgeht, anzugehen. Das EEB ist spendenfinanziert. Die Mehrheit der Spendengeber (2016–2017) stammt aus der EU-Administration, insgesamt 14 nationalen Ministerien (unter anderem Deutsches Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und vier internationalen Organisationen, zum Beispiel der OECD.

Im EBB-Bericht werden zahlreiche Punkte angeführt, die insgesamt zeigen sollen, dass der Umgang mit Beschränkungsvorschlägen aus den Mitgliedsstaaten zu eng ausgelegt wird, falsche Kriterien herangezogen werden und insgesamt die Anforderungen an die Ersteller dieser Vorschläge weit höher sind, als entsprechende Pflichten gegenüber der Industrie.

Im August 2017 hat das ZVO-Ressort Umwelt & Chemikalienpolitik mit einem Leserbrief an Chemical Watch auf diesen Beitrag reagiert. Es greift dabei drei Aspekte auf und zeigt, wie wenig stichhaltig und populistisch diese sind. Den vollständigen Leserbrief des ZVO finden Sie in Deutsch und Englisch unten auf dieser Seite.

Aus dem Leserbrief ist eine Diskussion zwischen dem ZVO, in Person von Dr. Malte Zimmer, ZVO-Ressortleiter Umwelt & Chemikalienpolitik, und dem EEB, in Person von Dolores Romano, Senior Policy Officer for Chemicals and Nanotechnology, entstanden, die auf dem Portal von Chemical Watch Ende August veröffentlicht wurde.