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ZVO-Mitgliedsunternehmen: Auftragslage weiter verschlechtert

Der ZVO hat seine Mitglieder im Juni erneut zu ihrer Betroffenheit durch die Corona-Krise befragt. Im Vergleich zur ersten Befragung im April haben sich die negativen Auswirkungen demnach weiter verstärkt.

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Branche verzeichnet starken Auftragsrückgang

Laut der zweiten ZVO-Mitgliederumfrage zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Oberflächentechnik-Branche (Erhebungszeitraum: 17. bis 25. Juni 2020) hat sich bei über 90 Prozent der Befragten die Auftragslage seit dem 1. März 2020 gegenüber dem Vorjahr zum Teil stark reduziert: Bei 65 Prozent der Befragten bewegen sich die Ausfälle zwischen 20 und 60 Prozent.  

85 Prozent der Betriebe haben darauf mit Anpassungen in der Betriebsorganisation reagiert. Knapp 30 Prozent haben ihr Schichtsystem geändert, knapp 20 Prozent die täglichen Arbeitszeiten. Der Anteil der Betriebe, die öffentliche Unterstützungsmaßnahmen in Form von Soforthilfen oder Krediten in Anspruch genommen haben, ist im Vergleich zum April leicht von 22 auf 30 Prozent gestiegen. 85 Prozent (zuvor 69 Prozent) der Unternehmen haben darüber hinaus Kurzarbeit beantragt bzw. schon eingeführt – jeweils zu etwa 30 Prozent in der Produktion und in der Verwaltung. 

Über die Hälfte der befragten Unternehmen geht von langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie aus, in Form von Auftrags- und Umsatzeinbußen und der damit einhergehenden Notwendigkeit zur Kostensenkung, Neuorganisation, Reduzierung der Unternehmensgröße und der Investitionstätigkeit und letztlich Personalabbau.

Mit einer Normalisierung der wirtschaftlichen Situation rechnet der überwiegende Teil der Befragten erst 2021: 26 Prozent gehen von einer Stabilisierung im ersten Quartal aus, 15 Prozent im zweiten Quartal und 25 Prozent im zweiten Halbjahr 2021. Für 9 Prozent kehrt sogar erst 2022 wieder Normalität ein.

Der ZVO informiert über Hilfen für Unternehmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie unter COVID-19-Hilfe.