• News ©bluebay2014

Detailansicht

ZVO spricht mit Staatssekretär im BMWi über Energiepolitik

Vertreter des ZVO sprachen am 5. Februar 2020 im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit Staatssekretär Andreas Feicht (CDU). In dem knapp eineinhalbstündigen Gespräch ging es um die Herausforderungen der deutschen Energiepolitik.

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (Mitte) mit ZVO-Vorstandvorsitzendem Walter Zeschky (r.) und Rainer Stark, Geschäftsführer der Chrom-Müller Metallveredelung GmbH (l.) (Bild: ZVO)

Vertreter des ZVO sprachen mit Andreas Feicht, Staatssekretär im BMWi (Mitte).

Walter Zeschky, ZVO-Vorstandsvorsitzender, und Rainer Stark, Verbandsmitglied des ZVO und Geschäftsführer der Chrom-Müller Metallveredelung GmbH in Oberndorf am Neckar, waren am 5. Februar 2020 zu Gast bei Staatssekretär Andreas Feicht (CDU), zuständig für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). In dem knapp eineinhalbstündigen Gespräch ging es um die Herausforderungen der deutschen Energiepolitik. Neben den hohen Energiepreisen besprachen die Vertreter des ZVO mit Staatssekretär Feicht die derzeit unzureichenden Anreize für CO2-ärmere Technologien und das neu eingeführte Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Ausdrücklich begrüßte der Verband den Plan der Bundesregierung, die EEG-Umlage zu senken.

Hohe Strompreise auf dem Prüfstand

Der ZVO bezog bei dem Thema Strompreise klar Stellung: So betonten die Verbandsvertreter nachdrücklich, dass die derzeitigen Strompreise einen großen Nachteil für den Industriestandort Deutschland darstellen. Die Folgen sind unter anderem hohe Produktionskosten, die durch die Branche nicht absorbiert werden können. Dies führt zu einem klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber der internationalen und europäischen Konkurrenz. Hinzu kommt, dass Stromeffizienzmaßnahmen nur bedingt durchgeführt werden können. Denn die chemisch-physikalischen Prozesse zur Abscheidung von metallischen Stoffen als Oberfläche auf den verschiedenen Werkstücken ist ohne den Einsatz bestimmter Strommengen schlicht unmöglich. Deshalb begrüßt der ZVO, dass die Bundesregierung nun beschlossen hat, den Stromverbraucher durch die Absenkung der EEG-Umlage zu entlasten. Der ZVO stellte jedoch auch klar, dass eine solche Entlastung wirkungsvoll sein muss, damit unverhältnismäßige Mehrkosten zum Beispiel in Folge steigender Netzentgelte und der neuen CO2-Bepreisung tatsächlich abgefedert werden.

Klimapolitik ja, aber nicht gegen die Industrie

Beim Thema CO2-Preis erläuterte der ZVO, dass die Branche ihren Beitrag zur Reduzierung der Emissionen leisten möchte. Hierfür ist jedoch Unterstützung notwendig. Insbesondere müssen im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) stärkere Anreize für den Aufbau von CO2-ärmeren Produktionsverfahren seitens der Politik gesetzt werden. Mit Hinblick auf die Transformation technologischer Prozesse muss allerdings mit Augenmaß vorgegangen werden, da bei einigen Produktionsschritten der Umstieg auf einen anderen Energieträger aus technischen Gründen nicht immer möglich ist.

Mit Blick auf die anstehende EEG-Novelle sowie die Umsetzung des BEHG wird der ZVO in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin den Kontakt mit Entscheidungsträgern suchen. Hierfür bringt der Verband fundierte Argumente für eine effiziente und umsetzbare Energiepolitik vor.