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Maschinenbau: Einbruch bei den Umsatzprognosen

Der deutsche Maschinenbau blickt sorgenvoll auf das Jahr 2019: Schwache Konjunkturerwartungen und sinkende Umsatzprognosen deuten auf einen schweren Start hin.

 

Fachkräftemangel und Weltpolitik dämpfen Konjunkturerwartung

Laut des Maschinenbau-Barometers der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) für das vierte Quartal 2018 mit Ausblick auf 2019 lassen weltpolitische Ereignisse die vom Export geprägte Branche pessimistisch auf 2019 blicken. Die Führungskräfte im deutschen Maschinenbau rechnen mit einer deutlich schwächeren Konjunktur sowohl für die deutsche als auch für die weltweite Wirtschaft.

In den nächsten zwölf Monaten rechnen die Maschinenbauer mit nur 1,4 Prozent Wachstum für die Gesamtbranche. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2018 lag die durchschnittliche Wachstumserwartung noch bei 4,8 Prozent. Auch die Erwartungen für das eigene Unternehmen sind abgefallen: Durchschnittlich 2,4 Prozent Umsatzwachstum (statt vormals 8 Prozent) erwarten die befragten deutschen Maschinenbauer 2019 – ein Rekordtief.

Als größtes Wachstumshindernis sehen die befragten Entscheider den Fachkräftemangel (83 Prozent), gefolgt von den politischen Entwicklungen im Ausland (72 Prozent) und steigendem Kostendruck (68 Prozent), letzterer wiederum bedingt durch steigende Personalkosten.

Positiv anzumerken ist, dass die Auslastung mit knapp 94 Prozent laut PwC konstant hoch bleibt. Über zwei Drittel der deutschen Maschinenbauunternehmen arbeiten am Auslastungslimit.

Die gute Auftragslage und der hohe Auftragsbestand sorgen laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dafür, dass die Maschinenbaufirmen 2019 mit Produktionszuwächsen rechnen können. Das Produktionsplus fällt jedoch aufgrund wachsender Handelskonflikte deutlich geringer aus als 2018. Der VDMA erwartet für den Maschinenbau 2019 insgesamt einen realen Produktionszuwachs von zwei Prozent im Vergleich zu 2018 (+ 5 Prozent).