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Fortbildung

Eine der zentralen Aufgaben des Zentralverbandes Oberflächentechnik e. V. (ZVO) und der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V. (DGO) besteht in der Qualifizierung von Fachkräften sowie von an- oder ungelerntem Personal der Branchenunternehmen. Dafür stehen zwei berufsbegleitende Weiterbildungslehrgänge mit qualifiziertem Abschlusszertifikat zur Verfügung:

Beide Weiterbildungsmaßnahmen finden in Wochenmodulen im DGO-Seminarzentrum in Solingen statt.

Weitere Informationen zu den Fach- und Meisterlehrgängen finden Sie hier.

Fachlehrgänge

Die Fachlehrgänge (Fachtheoretische Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/in) bieten an- oder ungelernten Mitarbeitern/innen aus oberflächenveredelnden Industrie- und Handwerksbetrieben die Möglichkeit, Fachwissen auf dem Gebiet der angewandten Oberflächentechnik zu erwerben und sich auf die (freiwillige) Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung vorzubereiten.

Lehrgangsziel

Die Fachlehrgänge vermitteln das theoretische Fachwissen für die Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung zum/zur Oberflächenbeschichter/in. Sie vermitteln insbesondere angelernten Kräften ohne fachtheoretische Ausbildung die chemischen, elektrochemischen und verfahrenstechnischen Grundlagen der Oberflächentechnik. Nach erfolgreicher Teilnahme am Gesamtlehrgang kann vor der Industrie- und Handelskammer die Facharbeiterprüfung bzw. vor der Handwerkskammer die Gesellenprüfung abgelegt werden, sofern die erforderliche praktische Tätigkeit in der Oberflächentechnik nachgewiesen wird. Auch wenn eine Prüfung nicht angestrebt wird, erhält die bisher angelernte Hilfskraft durch den Lehrgang das erforderliche theoretisches Fachwissen für die praktische Tätigkeit in der Oberflächentechnik.

Durchführung

Die zu vermittelnden Themengebiete werden im Lehrplan des Fachlehrgangs für Oberflächenbeschichter/innen in neun Wochenmodule aufgeteilt. Zu Beginn steht ein Einführungsmodul. Die Module umfassen jeweils 42, 5 Unterrichtsstunden von Montag bis Freitag und finden im Abstand von etwa 12 Wochen statt. Die Gesamtdauer des Fachlehrganges beträgt etwa zwei Jahre. Am Ende jedes Wochenkurses erhalten die Teilnehmer/innen eine Teilnahmebescheinigung.

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Meisterlehrgänge

In den Meisterlehrgängen (Fachtheoretische Ausbildung zum Galvaniseurmeister/in) erhalten Galvaniseur/innen, Oberflächenbeschichter/innen, Facharbeiter/innen und Laborant/innen, die in der Galvanotechnik arbeiten und eine Gesellen- oder Facharbeiterprüfung abgelegt haben, aufbauend auf vorhandenem Basiswissen das fachtheoretische Fachwissen zur Leitung eines galvanischen Betriebes.

Nach erfolgreicher Teilnahme am modular aufgebauten Gesamtlehrgang haben die Teilnehmer/innen das erforderliche fachtheoretische Wissen, für Teil II der Meisterprüfung im Galvaniseur-Handwerk. Für die Teile III (Wirtschafts- und Rechtskunde) und IV (Berufs- und Arbeitspädagogik) der Meisterprüfung werden Kurse bei den Handwerkskammern angeboten. Teil I umfasst die praktische Meisterprüfung. Die praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln die Meisterlehrgängen der DGO nicht. Diese sind durch eine mehrjährige Facharbeiter- bzw. Gesellentätigkeit als Galvaniseur/in bzw. Oberflächenbeschichter/in nachzuweisen.

Durchführung

Der gesamte Lehrstoff wird in 440 Unterrichtsstunden vermittelt. Die Einteilung in zehn Wochenmodule im Abstand von etwa drei Monaten erlaubt den Teilnehmer/innen ein intensives Durcharbeiten des Lehrstoffes und hält die zusätzliche zeitliche Belastung des berufsbegleitenden Lehrgangs in Grenzen. Die Gesamtdauer eines Meisterlehrganges beträgt somit etwa 2 1/2 Jahre. Eine Teilnahmebescheinigung wird am Ende eines jeden Moduls ausgestellt.

Teilnahmebedingungen

Eine praktische Tätigkeit im Bereich Galvaninik/Oberflächenbeschichtung sollte vorliegen. Am Meisterlehrgang können auch Personen ohne Gesellen- oder Facharbeiterprüfung teilnehmen, die in der Galvano- und Oberflächentechnik verantwortlich tätig sind und sich weiteres Fachwissen aneignen wollen, ohne die Meisterprüfung anzustreben.