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Blockvorlesung "Angewandte Galvanotechnik" an der TU Ilmenau wieder mit hochkarätigen Experten und engem Praxisbezug durchgeführt

Im Rahmen des Masterstudiengangs "Elektrochemie und Galvanotechnik" fand vom 3. bis 7. August die Blockveranstaltung "Angewandte Galvanotechnik" an der Technischen Universität Ilmenau im Hybridformat statt.

Die TU Ilmenau bot den Teilnehmenden ein hochkarätiges, praxisnahes Programm

Dr. Daniel Meyer (DGO e.V.) behandelte im Schwerpunkt Planung und Projektierung die Funktionalisierung von Oberflächen und die Besonderheiten der galvanisiergerechten Konstruktion von Bauteilen. Negin Madelat (ELSYCA) knüpfte direkt an seine Ausführungen an und diskutierte die Simulation der Stromdichteverteilung in Abhängigkeit der Bauteilgeometrie. Anhand praktischer Anwendungsbeispiele wurde eindrucksvoll die Stärke der digitalen Simulation für die elektrochemische Oberflächentechnik gezeigt.

Dr. Lisa Büker (KIESOW Oberflächenchemie GmbH &Co. KG) ging auf die Substratvorbehandlung ein, und Lars Lösing (Dr. Hesse) stellte anschaulich die Nachbehandlung mit Versiegelungen und Topcoats dar.

Zur Thematik Schichtbildung wurden den Hörern die Prozesse für galvanische und chemische Beschichtungen sowie die Kupferabscheidung für Halbleiteranwendungen durch Dr. Dirk Rohde (Atotech Deutschland GmbH) vermittelt. Die Anlagentechniken (u.A. Gestell, Band und Trommel) wurden durch Klaus Schmid (Fraunhofer- IPA) und die Kunststoffgalvanisierung durch Andreas Baumbach (SAXONIA Galvanik GmbH) erklärt.

Die Qualitätsprüfung mit Prozessüberwachung, Reklamationsmanagement und dem Erstbemusterungsprozess wurden dem Auditorium von Frau Dr. Kirsten Pleßow (SAXONIA Galvanik GmbH) vermittelt. Stefan Haverich (HELMUT FISCHER GmbH) ging im Rahmen der Qualitätsprüfung auf die Schichtdickenmessung mittles taktiler Messsonden und Röntgenfluoreszenz ein.

Die Prozessschritte der Abwasserbehandlung in der Galvanotechnik wurden durch Herbert Hauser (ProWaTech AG Schweiz) ausführlich erklärt.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Projektierung von Galvanikanlagen, die von Christian Deyhle (Qubus Planung und Beratung Oberflächentechnik GmbH) vorgestellt wurde.

Lukas Hahnstein (Zentralverband Oberflächentechnik e.V.) schloss die Veranstaltung mit seinem Beitrag über REACH-Regularien und die sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven für die Galvanobranche ab.

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Insbesondere der gute Praxisbezug anhand der zahlreichen Beispiele aus dem Alltag der Vortragenden wurden gelobt. Dank des Hybridformats konnten wieder viele Gasthörer aus der Industrie teilnehmen. 

Die nächste Vorlesungsreihe "Angewandte Galvanotechnik" ist für das Sommersemester 2027 geplant.