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DGO-Fachausschuss Chemische Metallabscheidung zu Gast in Karlsruhe

Am 16. September kamen die FA-Mitglieder am Rande der ZVO-Oberflächentage zu ihrer zweiten Arbeitssitzung im laufenden Jahr in Karlsruhe zusammen. Gastreferentin Dr. Kerstin Horn vom Forschungsinstitut Innovent e.V. in Jena präsentierte zunächst die Ergebnisse des FuE-Projekts KoPlaOptima „Kontinuierliche Plasmabehandlung von Pulvern für den optimierten Einsatz in flüssigen Matrices“. 

Der FA Chemische Metallabscheidung im Leonardo Hotel Karlsruhe

Ziel des Vorhabens war eine Plasmaaktivierung von Pulvern in einem industriell skalierbaren Durchlaufprozess, um insbesondere Benetzbarkeit und Dispergierbarkeit von u.a. PEEK-Pulvern in Elektrolyten zu verbessern und dadurch eine homogenere und stabilere Einbettung in bspw. Chemisch Nickeldispersionsschichten zu ermöglichen. Knackpunkt ist jedoch die fehlende Verfügbarkeit von PEEK-Pulvern im Submikrometerbereich, um eine annähernd gleichwertige Alternative zu den technisch etablierten PTFE-Partikeln anbieten zu können. Damit tangiert das Thema auch unmittelbar das mögliche PFAS-Verbot durch die ECHA. Im Zuge dessen wurde wiederholt die Notwendigkeit eines auf diese Problematik abzielenden FuE-Projekts diskutiert. Jedoch verzichten bereits heute viele Kunden auf PTFE-haltige Beschichtungen, obwohl diese noch nicht verboten sind.

Ein weiterer Themenschwerpunkt lag auf der Herstellung von Phosphor-Standards mit Chemisch Nickel in Zusammenarbeit mit der Helmut Fischer GmbH bzw. aktuelle Analyseergebnisse von ICP-OES und GD-OES im Vergleich zur RFA. Daniel Schlak von Metrohm Deutschland beleuchtete abschließend die Möglichkeiten zur Überwachung von Chemisch-Nickel-Prozessen mittels Raman-Spektroskopie, mit der sich bspw. Badstandzeit bzw. -alterung und somit korrekte Nachdosiermengen sicher ermitteln lassen.

Die nächste Sitzung findet voraussichtlich am 18.März 2027 in Langenfeld bei MacDermid Enthone statt.